Lloret de Mar in zwei Stränden und einem Lieblingsplatz
Am Montag, den 01.09.2025, ging unsere Reise weiter. Dieses Kribbeln im Bauch war wieder da – dieses Gefühl, dass gleich neue Bilder, Gerüche und Momente auf uns warten. Auto und Zelt… das haben wir erst 2024 so richtig für uns entdeckt. Und seitdem fühlt es sich an, als würde die Welt jeden Tag ein neues Kapitel aufschlagen: mal laut, mal leise, aber immer voller Eindrücke.
Beim ersten Roadtrip wollten wir noch alles bis ins kleinste Detail planen. Routen, Zeiten, Stopps – als könnten wir damit verhindern, dass irgendwas schiefgeht. Irgendwann waren wir es leid. Denn so ein Plan kann sich anfühlen wie ein unsichtbares Band, das einen ständig weiterzieht, obwohl man gerade genau dort bleiben möchte. Und es gab Orte, an denen wir am liebsten einfach noch einen Tag drangehängt hätten – aber unser eigenes Zeitlimit hat uns weitergeschoben. Dieses Mal wollten wir es anders machen. Freier. Leichter.
Und so führte uns der Weg nach Lloret de Mar – ins Camping Santa Elena. Zentral, strandnah, unkompliziert. Ein Platz, der sich anfühlt wie eine praktische Basis: ankommen, Zelt aufbauen, kurz durchatmen – und dann los. Es gibt Stellplätze, Bungalows und Glamping, dazu Pool, Essen und auch Angebote für Kinder. Genau das Richtige, wenn man tagsüber unterwegs sein will und abends einfach nur ankommen möchte.
Nachdem wir das Zelt aufgeschlagen und uns frisch gemacht hatten, liefen wir los Richtung Playa de Fenals. Ungefähr 15 Minuten – gerade lange genug, um in dieses „Urlaubsgehen“ reinzukommen, wenn der Kopf langsam leiser wird. Fenals ist der zweitgrößte Strand von Lloret de Mar: eine breite, geschwungene Bucht, fast 700 Meter lang, etwa 45 Meter breit, und durch das Felsmassiv ein bisschen windgeschützter. Dieser Strand hat etwas Sanftes – nicht so hektisch, eher wie ein Ort, an dem man automatisch langsamer wird.
Wenn man auf den Strand zuläuft und sich rechts hält, kommt man an einer Chill-out-Lounge vorbei. Und genau dort sind wir hängen geblieben: Punta Garbi Lounge & Chill Out. Eigentlich nur kurz – so war der Plan. Aber Pläne verlieren am Meer schnell an Bedeutung. Tapasplatte, Bier und Cocktails, dieses warme Licht, die leichte Brise… und plötzlich war „kurz“ einfach nicht mehr wichtig.
Die Punta Garbi ist für uns einer dieser Orte, die sich sofort vertraut anfühlen. Das Ambiente, die supernette Bedienung, faire Preise – und vor allem dieser Blick aufs Meer, der alles andere ein Stück weit unwichtig macht. Wir saßen da, schauten aufs Wasser und ließen die Zeit einfach laufen. Der Sonnenuntergang kam langsam, als würde er sich extra Zeit nehmen. Und wir mit ihm. Ruhe. Meer. Wir.


Am nächsten Tag sind wir zu Fuß durch Lloret de Mar gezogen, rüber zur Platja de Lloret de Mar und weiter hinauf Richtung Castell de Lloret. Leider war es geschlossen – aber ehrlich gesagt war schon der Weg dorthin ein Highlight. Dieses Auf und Ab, das Meer immer wieder im Blick, die Sonne im Gesicht. Danach ging es zurück an den Strand, wo wir einige Stunden blieben und einfach hinaus aufs Wasser schauten. So lange, bis der Kopf irgendwann ganz von selbst leer wird.
Später, als der Hunger sich meldete, wollten wir wieder zur Punta Garbi. Doch vorher sind wir noch einmal den kleinen Weg hinauf zum Mirador de la Platja de Fenals gelaufen. Dieser Aussichtspunkt ist wirklich ein „Stopp-und-staun“-Ort. Einer, bei dem man automatisch langsamer wird und kurz vergisst, dass es noch etwas anderes gibt als genau diesen Moment. Am liebsten hätten wir dort eine Hängematte zwischen zwei Bäumen gespannt und einfach gar nichts mehr gemacht – außer atmen und schauen. Und wie so oft auf unseren Trips war auch diesmal das Wetter auf unserer Seite.
Nach ein paar Fotos und Videos ging es wieder hinab. Tapas, etwas zu trinken, dieser Blick – und schon war wieder ein Tag vorbei, der sich genau richtig angefühlt hat.
Am nächsten Tag fuhren wir weiter, Richtung Barcelona. Vorbei an der Stadt – und dann zum Campingplatz Camping Cala d’Oques. Nur für eine Nacht. Ein kurzer Stopp, bevor es am nächsten Tag weitere sieben Stunden nach Adra gehen würde.







